Gebühren für die Unterbringung wohnungsloser und geflüchteter Menschen steigen und steigen!

Wohnungslose und geflüchtete Menschen werden in Lüneburg weiterhin in Gemeinschaftsunterkünften, Wohncontainern und Möbelhäusern untergebracht. Die Gebühren, die dafür erhoben werden, steigen und steigen. Auf welcher Grundlage die Gebühren steigen, bleibt undurchsichtig. Marianne Esders, Mitglied des Stadtrates für Die Linke, stellt dazu eine Anfrage an die Stadtverwaltung und kritisiert diese Politik scharf:

 

„Für die Unterbringung wohnungsloser und geflüchteter Menschen verlangt die Stadt Lüneburg mittlerweile Gebühren über 541 Euro bzw. 608 Euro pro untergebrachter Person. Dabei erfolgt die Unterbringung oft nicht in Einzelzimmern, sondern entweder in Sammelunterkünften in Möbelhäusern, Wohncontainern und Turnhallen oder auch in mickrigen Zweibettzimmern, für die dann mehr als tausend Euro kassiert werden. Das ist die reinste Abzocke! Es ist schlimm genug, dass Wohnraum in Lüneburg so knapp ist, dass Menschen in Unterkünften leben müssen. Dann jedoch von Menschen in Not für die kargen Wohnverhältnisse Gebühren zu verlangen, die einer Wohnungsmiete entsprechen oder diese sogar übersteigen, entbehrt vor dem Hintergrund des Sozialstaatsprinzips jeder tragfähigen Grundlage! Ich erwarte von der Stadtverwaltung, die Gebührenkalkulation neu vorzunehmen und eine sozial gerechte Gebührenerhebung umzusetzen!“

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