Fahrradstraßenring Ilmenaustraße

In der Lüneburger Ratssitzung am 13.11.2025 wurde die Fortsetzung des Fahrradstraßenrings in der Ilmenaustraße durch eine Mehrheit aus CDU, FDP und SPD abgelehnt.

Mein Redebeitrag aus der Ratssitzung dazu:

 

Liebe Ratskolleg*innen, haben Sie schon einmal in die Ilmenaustraße geschaut?

Blech, Blech, Blech.
Asphalt, Abgase, Autolärm – Die Ilmenaustraße ist grau, zugeparkt, vermüllt.
Kaum jemand kann sich dort auf die Bank am Wasser setzen und einfach mal durchatmen.

Dabei könnte die Ilmenaustraße, die so nah am Stint liegt, so schön sein:
sicher, grün, lebendig – ein Ort, an dem Menschen gerne zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Der Fahrradstraßenring, um dessen Fortsetzung es heute geht, ist längst beschlossen.
Doch die Umsetzung wird immer wieder verzögert. Warum eigentlich?
Mit jedem Aufschub zeigen wir, dass wir Zukunft verkennen und unfähig sind, Politik im Sinne einer klimafreundlichen, zukunftsfähigen Stadt zu machen.

Der Klimawandel ist real, die Menschen wollen lebenswerte Innenstädte – mit weniger Lärm, weniger Abgasen, mehr Aufenthaltsqualität.
Und nein, das ist keine Ideologie. Das ist Vernunft und Verantwortung.

Andere Städte sind längst weiter:
Fahrradstraßen, autofreie Zonen, günstiger oder ticketfreier ÖPNV, Grünflächen, saubere Luft, öffentlicher Raum für alle.
Dort funktioniert es – dort wird die Lebensqualität verbessert.

Und hier?
In Lüneburg reden wir noch immer über Parkplätze.
Aber Parkplätze sind kein Argument gegen Klimaschutz.
Es gibt genug günstigen Parkraum, auch in Parkhäusern – und die erste Stunde ist sogar kostenlos.

Im Mobilitätsausschuss lagen Lösungen und Kompromissvorschläge auf dem Tisch.
Doch statt mutig zu entscheiden, treten wir wieder auf der Stelle. 

Ich frage euch, liebe Ratskolleg*innen:
Wollen wir weiter Stillstand verwalten?
Oder wollen wir eine Stadt gestalten, die sicher, lebenswert und klimafreundlich ist?

Die Ilmenaustraße, der Marienplatz – sie könnten so schön sein.
Nehmen wir den Klimawandel endlich ernst.
Ich bitte darum, lasst uns den Fahrradstraßenring und die Mobilitätswende fortsetzen –
besser heute als morgen. Denn die Verzögerungen dauern schon viel zu lang.