Gegen die Eiszeit des Symptoms Friedrich Merz
Solange wir emotionsleere Menschen, deren alleiniges Ziel der persönliche Machtanspruch ist, in ihrem Führungsfetisch bestärken und nach vorne stellen, sieht es grau aus in Deutschland. Tragischerweise ist auch die CDU dadurch nur noch inhaltsleerer Platzhalter. Tragisch ist es, da es die gesamte Maschinerie zerreißt, wenn die Konservativen menschliche, universelle Werte vergessen und selbst zu den Automaten werden, die sie in ihren Wirtschaftereien einsetzen, um der Profitgier zu huldigen oder sich mindestens an ihr auszurichten.
Vielleicht muss die CDU intern zerreißen, damit der Punkt erreicht wird, an dem sie ihren Blick von rechts wieder nach links wendet, sich an ihre christlichen Werte und Menschlichkeit erinnert und Veränderungen anstößt, statt den Rechtsradikalen – zwar verdeckt doch immer wieder – durch die Brandmauer die Hand zu reichen. Auch wenn Spahn auf Eis gelegt ist, zeigt die Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt, dass die Porosität selbstverständlich umfassender ist als ein einzelner Abgeordneter.
Unsere Demokratie ächzt mehr denn je unter der Kälte ihrer leblosen Führung. So flach es klingen mag, aber dieser Kanzler muss weg. Das wäre ein erster Schritt. Alternativlosigkeit zur Aufstachelung, Herabwürdigung und Intoleranz ist eine Illusion. „Pluralität, Offenheit und Breite“ offerieren einen gangbaren Weg, man muss ihn nur endlich wieder begehbar machen.
Leseempfehlung: Führungsfetisch statt Bürgernähe, Friedrich Merz und der Niedergang der CDU, von Markus Linden
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