Linke fordert verbindliche Sozialberichterstattung für Lüneburg

In Lüneburg muss endlich eine regelmäßige kommunale Sozialberichterstattung eingeführt werden. Einen entsprechenden Antrag hat Ratsfrau Marianne Esders in den Rat eingebracht.

„In Lüneburg wird über Armut, Wohnungsnot und soziale Ungleichheit diskutiert, ohne dass es dafür eine belastbare Datengrundlage gibt“, erklärt Esders. „Ohne Sozialberichterstattung steuert die Stadt sozialpolitisch im Blindflug.“

Nach dem Antrag der Linken soll sich Lüneburg an den Standards der „Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen“ sowie an Beispielen anderer Kommunen wie der Landeshauptstadt Hannover orientieren. Der erste Bericht soll innerhalb eines Jahres vorliegen und anschließend regelmäßig fortgeschrieben werden.

Die Linke fordert dafür die Einrichtung einer Personalstelle. „Sozialberichterstattung ist keine Nebenaufgabe. Ohne feste Zuständigkeit wird sie immer wieder verschoben oder verwässert“, so Esders. „Eine Stadt, die soziale Gerechtigkeit ernst nimmt, muss wissen, wie ihre Menschen leben. Lüneburg darf sich dieser Verantwortung nicht länger entziehen.“

Den Antrag findet ihr hier